Chronologie unseres "Ersatz"-Landesleistungswettbewerbes der Hauswirtschaft 2020 - Thema: 

"Die Hauswirtschaft - innovativ, sicher, flexibel durch die Krisenzeit."


Juli 2020: Absage des Landesleistungswettbewerbes der Hauswirtschaft an den Haus-und landwirtschaftlichen Schulen Offenburg 21. - 22.10.2020

August 2020: Ankündigung für die Angemeldeten, dass etwas als Ersatz in Arbeit ist....

  • Für unsere bereits angemeldeten TeilnehmerInnen: 
  • wir wollen trotz Absage verbunden bleiben und überlegen uns bis zum Oktober 2020 ein Highlight, an dem ihr über facebook teilnehmen könnt - weitere Infos kommen. Zum Einstimmen schon mal das Thema, um das es geht:                   

"Die Hauswirtschaft - innovativ, sicher, flexibel durch die Krisenzeit."

September 2020: Aufruf zur Teilnahme am "Ersatz-LLW" per facebook

Oktober 2020: schrieb Ingrid Maier:

Hallo Azubi´s,
ab nächster Woche hättet ihr Euch Gedanken gemacht, was wohl das Thema des diesjährigen Landesleistungswettbewerbs wäre... Ihr hättet Aufregung und Vorfreude entwickelt. Da wir leider im Sommer den Wettbewerb absagen mussten, folgt nun doch eine Wettbewerb- setzt Euch und die Hauswirtschaft in Szene und macht ein tolles Bild unter dem Motto: die Hauswirtschaft innovativ, sicher und flexibel durch die Krisenzeit. 
Wir freuen uns auf eure Ideen und wünschen euch viel Spaß.
Ingrid MaierLandesvorsitzende i.maier@verbandmdh.de
Landesverband hauswirtschaftlicher Berufe MdH Baden-Württemberg |
www.verband-mdh.de


Platz 1

Zunächst einmal möchte ich mich vorstellen:

Ich heiße Jule Nothdurft, bin 18 Jahre alt und absolviere meine Ausbildung in der ländlichen Hauswirtschaft. Der Untere Lindenhof ist eine Versuchstation der Universität Hohenheim und liegt am Fuße der Schwäbischen Alb, nahe der Gemeinde Eningen unter Achalm. Neben vielen Aufgaben die die Hauswirtschaft erledigt, kochen wir von Montag bis Freitag für 20 bis 40 Personen ein Mittagessen.

  

Welche Geschichte erzählt dein Bild?

 Mitte März mussten wir Corona-bedingt unsere Kantine schließen, damit sich die Mitarbeiter der unterschiedlichen Abteilungen nicht gegenseitig Anstecken konnten. Die Versorgung der Tiere musste zu jeder Zeit gewährleistet sein. Da wir aber trotzdem weiterhin für sie kochen wollten, haben wir das Konzept „Essen auf Rädern“ für unseren Betrieb entwickelt und eingeführt.

Dafür haben wir Lock-Glasbehälter besorgt, in welche wir das Essen portionsweise abfüllen konnten. Dies hat uns ermöglicht, fast ganz normal weiter zu kochen und dabei auch weiterhin nachhaltig und umweltfreundlich zu bleiben.

 Wir konnten dadurch auch ermöglichen, dass die Mitarbeiter weiterhin mittags ein warmes, vollwertiges Mittagessen erhielten, denn körperliche Arbeit an der frischen Luft macht hungrig. 

Auf dem Servierwagen können Sie unser abgepacktes „Essen auf Rädern“ sehen, wie wir es abholbereit hergerichtet haben.

 Nach 5 Monaten „Essen auf Rädern“ dürfen wir wieder einen Teil unserer Mitarbeiter in unserer Kantine bewirten. Allerdings nicht alle, da wir höchstens 12 Personen auf einmal in unseren Speisesaal setzen können. Einige Abteilungen bekommen daher ihr Essen immer noch auf „Rädern“.

 Die Tische, die Sie auf dem Bild sehen, stehen normalerweise als kleine Gruppentische zusammen, an welchen 2-6 Personen sitzen. Um den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, wurden die Tische auseinander gestellt. Aus über 30 Plätzen haben wir nur noch 12 Plätze zur Verfügung.

Jedoch auch über diesen kleinen Fortschritt haben sich alle gefreut. 

Stand heute bekommen die Mitarbeiter ihr Essen auf nummerierte Tabletts und dürfen sich dann an den gleichen nummerierten Tisch setzen. Erst dann dürfen sie den Mundschutz absetzen, den sie beim Betreten der Kantine aufsetzen müssen.

So können die derzeitigen Corona-Regeln eingehalten werden.

Warum bringst Du es genau mit dem Motto in Verbindung?

Innovation bedeutet neuartig, einfallsreich, phantasievoll und ideenreich.

Ich glaube, die Corona Zeit war für uns alle neu. Wir mussten plötzlich auf viele Dinge verzichten oder haben gemerkt, was vor ein paar Monaten noch selbstverständlich war,

ist es plötzlich nicht mehr.

So war es für uns vor Corona selbstverständlich, dass alle Mitarbeiter, Doktoranden und Gäste, sowohl vom Unteren als auch vom Oberen Lindenhof, zu uns in die Kantine kamen und dort aßen. Wenn man damals in den Speisesaal schaute, konnte man kleine Gruppen sehen, welche zusammen saßen und sich dabei unterhielten. Wie eine Familie schöpften sie aus Schüsseln, welche auf den Tischen standen.

Aber mit Corona ging das natürlich nicht mehr. Wir mussten uns Gedanken machen und Ideen sammeln, wie wir trotzdem noch für sie kochen konnten. Unsere Idee „Essen auf Rädern“ wurde in unserem Betrieb eingeführt.

Damit wollten wir uns jedoch noch nicht zufrieden geben, wir wollten sie wieder bei uns im Speisesaal empfangen können. Durch das ständige Optimieren unseres Konzeptes und durch die Lockerungen der Verhaltensregeln ist es uns heute möglich, dass wir wieder  einen Großteil unserer Mitarbeiter in der Kantine verköstigen können.

Somit haben wir im Moment ein 2-gleisiges Konzept: „Essen auf Rädern“ und Essen im Speisesaal.

Dass wir es geschafft haben, die ganze Corona-Zeit über für unsere Mitarbeiter ein Mittagessen zu kochen - unter Einhaltung der Corona-Regeln -, finde ich persönlich innovativ, flexibel und sicher.

  

Meine Botschaft:

Auch in einer schwierigen Zeit kann durch Teamarbeit und guten Ideen viel Gutes entstehen und der Zusammenhalt gestärkt werden. Woraus wir alle auch viel lernen können.

 

Ihre Jule Nothdurft

Platz 2

Ein Lächeln – Ein Bild, dass man zu Corona-Zeiten leider viel zu selten sieht. Auch andere Emotionen, wie Traurigkeit oder Zweifel lassen sich unter der Mund- und Nasenbedeckung nur schwer erahnen. In unserem Beruf, der Hauswirtschaft, spielt die Mimik und deren Wahrnehmung von Bewohnern, Gästen oder Klienten jedoch eine große Rolle. Nicht nur für uns Hauswirtschafter und Hauswirtschafterinnen, sondern auch insbesondere für Senioren, Menschen mit Behinderungen und Kinder stellt dies eine Hürde im Alltag dar. Diesen  Personengruppen ist es besonders schwer solch eine Situation und deren Auswirkungen verständlich zu erklären. Leider lässt sich das Tragen der Maske im direkten Kontakt mit Menschen nicht umgehen. Sowohl zum Fremdschutz, als auch zum Eigenschutz. Die Kunst besteht darin, die Freundlichkeit und das Lachen trotz allem in dieser Zeit nicht zu verlieren, da man denkt, „das andere Menschen mein Lächeln sowieso nicht sehen“. Wenn man mit einer positiven Einstellung, viel Spaß und vollem Herzen bei der Arbeit ist, lässt sich das ehrliche Lächeln auch noch hinter der Maske erkennen. Wir Hauswirtschafter/Innen nehmen unser „Herz in die Hand“ und
stehen diese ungewöhnliche, jedoch auch unveränderliche Zeit mit viel Kraft gemeinsam durch. Zwischen den Aufnahmen der beiden Bilder liegt ziemlich genau ein Jahr.  Das Herz, welches ich in meinen Händen halte, wurde von mir selbst genäht sowie verziert.Im Mittelpunkt soll jedoch die Wirkung meines Lächelns mit und ohne Maske stehen.

Sara Truoiolo
Auszubildende im 3. Lehrjahr
Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg 
 

Platz 3

Wie schnell die scheinbare Sicherheit der Betriebe aus der Balance gebracht werden, zeigt auch diese besondere Zeit. Aber sie hat auch das Potenzial, Gewohnheiten und Brüchiges mit Kreativität und Flexibilität zu überwinden. Voraussetzung ist jedoch die innere Balance. Nur mit ihr können wir Krisen meistern, über uns hinaus wachsen, offen sein für Veränderungen und unsere Gesundheit erhalten. Diese Balance setzt bei mir auch Kräfte aus, für die vielfältigen Aufgaben unseres Berufs.
 
Emilene Schmid 

Landesverband 
hauswirtschaftlicher Berufe MdH Baden-Württemberg e.V.

Schauen Sie sich auf unserer Website um und erfahren Sie, wer wir sind, was wir tun und wie wir Ihnen helfen können. Schön, dass Sie da sind.

Aktuelles




Am 29. Februar 2020 fand die 40. Mitgliederversammlung des Landesverbands hauswirtschaftlicher Berufe MdH Baden-Württemberg e.V. in Stuttgart statt. Wichtigster Tagungsordnungspunkt waren die Neuwahlen des Vorstandes. 

So sieht das neue Team in Baden-Württemberg aus:

1. Vorsitzende Ingrid Maier (Mitte), stellvertretende Vorsitzende Nicole Rietz (rechts) und Schatzmeisterin Annerose Vogt (links). 

Der Vorstand und die Mitglieder des Landesverbands Baden-Württemberg verabschiedeten Anita Munz (1. Vorsitzende),  Iris Beichter (Beirat) Heike Rüeck (Beirat) und Bettina Busch-Lindner (Beirat) und dankten ihnen für ihren engagierten Einsatz in den vergangenen Jahren.

Unser Netzwerk

Als berufsständischer Verband vertreten wir die Interessen unserer Mitglieder auf verschiedenen Ebenen und mit einer Vielzahl von Partnern: